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  • Michael Schöll

Photovoltaik: die Kraft der Sonne nutzen

Klingt verlockend, ist es auch: die kostenlose Energie der Sonne nutzen, um Strom zu erzeugen oder zu heizen. Wer also mit dem Gedanken spielt, diese umweltfreundliche und günstige Energiequelle zu nutzen, sollte weiterlesen...



Kurz zur Begriffsangrenzung, weil das gerne verwechselt wird: Photovoltaik ist die Technologie, mit der man die Energie der Sonne nutzt, um Strom zu erzeugen. Die Solarthermie hingegen ermöglicht es, mit der Sonnenenergie zu heizen. So oder so: die Energie der Sonne ist kostenlos und das macht diese Art der Energiegewinnung so attraktiv. Und weil auch die Technik mittlerweile recht günstig ist, rentieren sich gut geplante Anlagen üblicherweise innerhalb einiger Jahre. Selbst mit Stromspeichern, die noch relativ kostenintensiv sind.


Ohne Dach geht´s nicht

Um mit der Hilfe der Sonne Strom erzeugen zu können, braucht man vor allem eines: einen sonnigen Ort, an dem man die Photovoltaikmodule aufstellen kann. Hauseigentümer nutzen dafür das Dach. Das ist dann besonders gut geeignet, wenn es in die richtige Himmelsrichtung ausgerichtet ist: nach Süden. Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Dachneigung: Optimal ist ein Neigungsgrad zwischen rund 30 und 35 Grad, der sich bei einem Flachdach aber auch durch Aufständerung erreichen lässt. In beiden Fällen gilt, dass sich auch bei stärkeren Abweichungen eine Photovoltaikanlage noch rentieren kann. Der dritte Standortfaktor ist Schattenwurf, etwa durch Bäume oder umgebende Bebauung, der den Ertrag deutlich senken kann.


Wann sich eine Photovoltaikanlage rentiert

Photovoltaikanlagen rentieren sich einerseits durch eingesparte Stromkosten im Vergleich zum Strombezug über einen Versorger, andererseits durch die Vergütung, die Eigentümer bei einer Einspeisung des Stroms ins öffentliche Netz kassieren. Obwohl die Vergütungen im Laufe der Jahre tendenziell abnehmen, rentiert sich Photovoltaik immer noch. Das liegt daran, dass die Photovoltaik-Anlagen immer günstiger werden. Eine recht junge Alternative ist die Stromverteilung über sogenannte Energiegruppen, beispielsweise mithilfe der Blockchaintechnologie. Das heißt, dass der Strom an ganz bestimmte Empfänger – etwa der Nachbar oder Freunde in einer anderen Stadt – weitergegeben wird. Die Abrechnung läuft über kommerzielle Vermittler, finanziell kann sich das für beide Seiten rentieren.


Stromspeicher – ein Akku für den Sonnenstrom

Eine andere Möglichkeit besteht darin, den zu viel produzierten Strom zu speichern, um ihn zu verbrauchen, wenn kein oder zu wenig Strom produziert wird. Um das tun zu können, braucht man Stromspeicher. Allerdings kann der Strom nur für einen relativen kurzen Zeitraum gespeichert werden. Den Sommerstrom für den Winter zu lagern ist nicht möglich, lediglich die Nacht lässt sich überbrücken (mehr darüber in einem kommenden Blog).


Photovoltaik im Hybridbetrieb

Die allermeisten Photovoltaikanlagen decken den Strombedarf eines Haushalts nicht zu jeder Zeit ab. Trotz Photovoltaikanlage auf dem Dach müssen Hauseigentümer noch Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen. Bei einer Anlage mit Speicher müssen üblicherweise 20 bis 30 Prozent des Stroms dazugekauft werden, bei einer Anlage ohne Speicher sogar 70 bis 80 Prozent, wobei umgekehrt an sonnenreichen Tagen überschüssiger Strom ins Netz eingespeist wird. Von einem Hybridbetrieb spricht man dann, wenn weitere Anlagen zur Strom- oder Wärmeerzeugung genutzt werden. Gängig ist Solarthermie, um die Sonne gleich doppelt für Wärme und Strom nutzen zu können. Ebenfalls sinnvoll ist die Kombination mit einer Wärmepumpe. Denn diese braucht Strom, den die PV-Anlage liefern kann. Eine Anlage rentiert sich in der Regel umso mehr, je größer sie ist und je höher der Eigenverbrauchsanteil ist. Betreibt man mehrere Anlagen zur Stromerzeugung gleichzeitig, verringert sich die private Auslastung. Eine Anlage so zu dimensionieren, dass kein externer Strom gekauft werden muss und überschüssiger Strom eingespeist wird, lohnt sich nicht aufgrund der Kosten für einen entsprechend groß dimensionierten Speicher und die geringe Einspeisevergütung.


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